Schneegestöber

Es schneit fast so grosse Schneeflocken wie am 28. April 2017. Damals waren wir im Kispi - beobachteten aus dem Fenster des Zimmer 218 heraus das wilde, um diese Zeit ungewöhnliche Schneetreiben. Die grössten Schneeflocken, die ich je sah - sie blieben mir.

Wir wussten gerade mal seit vier Tagen von Malins Erkrankung, der Schock sass noch tief. Damals hatten wir noch keine Ahnung, was in den nächsten Monaten/ Jahren alles auf uns zukommen würde... 

Wie gut - haben wir es nicht gewusst. So blieb uns nichts anderes übrig, als Tag für Tag zu nehmen wie er kam und in den ganz schlimmen Zeiten immer wieder zuversichtlich zu denken: Morgen ist ein neuer Tag, ein besserer Tag!

 

Alles ist weiss. Joels erste, etwas unwirsche Reaktion am Morgen früh: "Hei, was ist mit dem April falsch?" 

Wirklich, der bleibt seinem Namen treu und bringt nochmals sämtliche Frühlingsgefühle durcheinander. Folgen davon sind Verkehrschaos und etliche gemeldete Unfälle. Auch Pflanzen und Blumen biegen sich unter der Last und werden zugedeckt. Der Schnee ist schwer und nass, setzt sofort an. Nach jeder Hol- und Bringfahrt zur Schule (heute sind es einige) muss ich das Auto freischaufeln - auch wenn bloss eine Stunde dazwischen liegt.

Zum Glück konnten die Handwerker gestern schon das Dach auf die Holzwände setzen und grossflächig mit Planen abdecken! 

Es wird wohl das letzte nasskalte Aufbäumen des Winters gewesen sein - Willkommen Frühling!