Als wir gestern nach Hause kamen, waren Padi und unsere Nachbarn noch bei der Arbeit. Sie hatten den Hang auf beiden Parzellen gemäht, waren noch dabei, das Gras zusammen zu rechen und auf den Ladewagen des Nachbarbauern zu hieven.
Nach getaner schweisstreibender Arbeit machten wir spontan bei uns zum z'Nacht ab - irgendetwas würde sich schon im Kühlschrank finden und auf den Tisch zaubern lassen. Unsere flotten Nachbarn brachten derweil noch frische (selber gefundene!) in Tranchen geschnittene Steinpilze mit, die wir auch gleich auf den Grill legten und die köstlich schmeckten!
Heute geht es grad im gleichen Takt weiter: Wir feiern den Geburtstag von meinem Göttibueb ein bisschen vor, treffen uns dazu in der Badi. Die hat heute das letzte mal ihre Tore offen, dann ist Saisonende. Entsprechend angenehm wenig Leute sind da. Wir grillieren, die Jungs und Mädels baden und zeigen ihre Sprünge vom Sprungturm, Enya übt schon fast verbissen den Kopfsprung und springt dann doch immer wieder mit den Beinen voran... bis sie es letztendlich doch noch schafft. Persönliches Saisonziel erreicht. Zwischenzeitlich spielen wir noch eine familiendurchmischte Partie Beachvolleyball. Alle acht spielen mit, nur Malin sitzt gezwungenermassen auf ihrem Stuhl neben dem Spielfeld. Einen kurzen Moment versucht sie mitzuspielen, aber es geht ganz einfach nicht. Sie kann sich kaum bewegen, die Schmerzen blockieren und sie gibt resigniert auf. Der Frust sitzt tief, man spürt und sieht es, obwohl sie sich die grösste Mühe gibt, sich möglichst nichts anmerken zu lassen. Es ist bitter für sie. (Das sagt sie allerdings erst am Abend zu Hause...)
Aber wenigstens im Wasser ist ihr einigermassen wohl und sie schwimmt mit den anderen bis zum Floss hinaus.
Da wir sonst nie in der Badi sind, wird aus unserer diesjährigen Première auch gleichzeitig die Dernière. Die etwas übereifrige Bademeisterin schreit kurz vor halb sieben in ihr Megaphone Richtung Floss und Sprungturm: "In 11 Minuten schliessen wir die Badi... - ...vielleicht bis zum nächsten Jahr!" Die deutliche Aufforderung betrifft vor allem unsere Kids, sie sind die letzten Schwimmer und Turmspringer in dieser Badi-Saison. Eigentlich haben es alle sehr wohl gehört und offensichtlich auch begriffen, sie schwimmen nämlich Richtung Ufer. Aber es scheint, als wolle sie die letzten elf Minuten mit ihrem Megaphone noch voll auskosten - und so schreit sie zum wiederholten mal in das laute Ding. Wir schauen uns nur vielsagend an und können uns ein Grinsen nicht verkneifen. Ihre Freude am ersehnten Saisonende ist definitiv nicht zu überhören...